Über mich

Die Hände des PuppenHandWerks gehören Jennifer, Oktoberkind 1977. Neben meinen vielen Puppenkindern gehört mein Herz vor allem meinen beiden Menschenkindern, zwei Jungs im Alter von 9 und 11. Wir leben im Norden Deutschlands, im Christkinddorf Himmelpforten bei Stade; dort findet sich auch die Puppenwerkstatt. 

 

Ich liebe es, Zeit in der Natur zu verbringen. Darüber hinaus Schweden, Sprachen überhaupt (darum auch mein ursprünglicher Beruf Europasekretärin nach dem Abi), das Singen (vor allem klassischen Gesang und das Singen in meinen Chören) und alles Natürliche, Schlichte, Echte...

 

 

 

Mein Weg zum professionellen Puppenhandwerk:

Während der intensiven Zeit meiner ersten Schwangerschaft verliebte ich mich in die Waldorfpuppen meiner Hebamme. Als mein Sohn 1 Jahr alt war (das war 2009), nähte ich ihm sein erstes Schlamperle nach dem Buch von Karin Neuschütz "Die Waldorfpuppe". Ich strickte für die Kinder. Viele Puppen folgten, für Freunde, und auch für den kleinen Bruder, der 2010 zur Welt kam...

 

Durch die Kinder, die Arbeit mit meinen Händen und die viele Zeit, die wir intensiv draußen in der Natur verbrachten, hatte ich das Gefühl, endlich zu mir selbst zu finden und gleichzeitig etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Ich suchte einen Weg, wie ich gleichzeitig bei den Kindern sein und finanziell (naja, zunächst mal ein Stück weit) unabhängig sein konnte (mein alter Büroarbeitsplatz als Europasekretärin lag fast 2 Stunden Fahrtzeit entfernt in Hamburg). Ich entdeckte im Internet, dass es Puppenmacherinnen gibt, die von ihrem Handwerk leben können.... So wagte ich mich auf diesen langen Weg. Meine ersten Puppenkinder verkaufte ich über Dawanda. Seit 2011 habe ich diese Homepage. Die ersten Jahre verliefen sehr schleppend, aber mein Puppenhandwerk ist mit dem Größerwerden meiner Kinder ebenfalls langsam aber stetig gewachsen.

 

Leben bedeutet ständiges Vorangehen und an sich arbeiten. Nach umwälzenden Erkenntnissen über mich selber und meiner Trennung im Frühjahr 2019 war ich nun auf mich allein gestellt und erzielte mein Einkommen zunächst zusätzlich durch eine Teilzeitstelle im Büro in meinem alten Beruf als Assistentin der Geschäftsführung, denn es ist in Deutschland immer noch sehr schwer, von Handarbeit zu leben. Ich war dort jedoch überhaupt nicht mehr glücklich und so versuche ich es seit dem 1.1.2020 haupterwerblich mit meinen Puppen. 

 

Ich habe in dieser kreativen, entschleunigenden, erfüllenden, ja und manchmal einsamen Arbeit meine Berufung gefunden und möchte sie trotz des geringen Gehalts nie mehr missen.

 

Mich macht glücklich, dass meine Puppenkinder für Menschenkinder jeden Alters ein oft lebenslanger, enger Freund und Begleiter werden können. Sie lehren Kinder Menschlichkeit und Mitgefühl und helfen so vielleicht, diese Welt ein kleines Stück weit wärmer und besser machen... Puppen für Kinder mit besonderen Merkmalen und Bedürfnissen liegen mir besonders am Herzen. Ich möchte mit meinen künstlerisch gestalteten, qualitativ hochwertigen, aus besten bio-fairen Materialien handgefertigten, individuell auf das Kind abgestimmten Puppen auch ein politisches Statement setzen gegen unsere heute oft so oberflächliche Wegwerfgesellschaft und zeigen, dass ein solide gefertigtes Handwerksprodukt auch heute noch einen Stellenwert hat... 

 

Mehr zur Bedeutung der Puppen nach Waldorfart lest ihr auf der Unterseite. "Darum eine individuelle Stoffpuppe".